Business Central Partner wechseln NRW
Wechselkosten kennen bevor man unterschreibt
BC-Partner wechseln in NRW: Ich lege Wechselkosten offen und dokumentiere den Systemzustand neutral — bevor der neue Partner startet. Ohne Interessenkonflikt.
Nordrhein-Westfalen hat eine der höchsten Dichten an Business-Central-Installationen in Deutschland. Gleichzeitig ist die BC-Partnerlandschaft in NRW überschaubar: Eine Handvoll großer Systemhäuser, viele kleine bis mittelgroße Partner mit 5 bis 25 Beratern, und ein Konsolidierungstrend der seit Jahren anhält. In den letzten Jahren wurden mehrere bekannte NRW-Systemhäuser von größeren Gruppen übernommen — nicht immer zur Freude der Bestandskunden.
Das Ergebnis: Unternehmen die ihren Partner nie wechseln wollten, werden durch Fusionen oder Insolvenzen dazu gezwungen. Andere stellen fest, dass nach einer Übernahme die vertrauten Ansprechpartner weg sind und die Servicequalität gelitten hat. Der ursprüngliche Entscheidungsgrund für diesen Partner gilt nicht mehr.
Ein Partnerwechsel ist in diesen Fällen keine Wahlmöglichkeit — er ist eine Notwendigkeit. Und genau dann ist es wichtig, ihn mit offenen Augen anzugehen.
Die sichtbaren Kosten eines Partnerwechsels sind klar: Angebote vergleichen, neuen Partner auswählen, Vertrag unterschreiben. Was viele Unternehmen unterschätzen sind die versteckten Wechselkosten — und die entstehen fast immer aus demselben Grund: Das neue Systemhaus kennt das System nicht.
Einarbeitungszeit als versteckter Kostenfaktor
Ein neuer Partner braucht Zeit, um dein BC-System zu verstehen. Wie lange diese Zeit dauert, hängt direkt davon ab, wie gut das System dokumentiert ist. Ist es nicht dokumentiert — was der Normalfall ist — zahlt das Unternehmen die Einarbeitungszeit im ersten halben Jahr über höhere Stundenzahl pro Aufgabe. Dieser Effekt ist real, aber selten im Angebot ausgewiesen.
Undokumentierte Custom-Extensions
Jede Custom-Extension die im System läuft und nicht dokumentiert ist, ist ein Risiko beim Partnerwechsel. Der neue Partner weiß nicht, was sie tut, wie sie konfiguriert ist und was passiert wenn er sie anfasst. Im schlimmsten Fall stellt er das erst heraus, wenn etwas kaputtgeht.
Code-Qualität die dem neuen Partner zum Problem wird
Wenn Extensionen von schlechter Qualität sind — C/AL-Migrationsartefakte, harte Datenbankzugriffe, fehlende Fehlerbehandlung — wird der neue Partner das früher oder später ansprechen. Mit einem Angebot zur Neuentwicklung. Wer vorher weiß was im System steckt, kann das einkalkulieren — statt überrascht zu werden.
Lizenzfragen bei On-Premises
Bei On-Premises-Systemen ist der Wartungsvertrag an die Lizenz gebunden. Eine Kündigung ohne Beachtung der Fristen kann zu Nachzahlungen führen — 3 Prozent des Lizenzwerts pro versäumtem Jahr bei späterer Reaktivierung. Wer das nicht weiß, zahlt unvorbereitet.
Ich analysiere euer BC-System vor dem offiziellen Partnerwechsel. Zwei bis vier Tage, abhängig von der Systemkomplexität. Ergebnis: ein strukturiertes Dokument das ihr dem neuen Partner mitgeben könnt.
Inhalt: vollständige Extension-Übersicht, Qualitätsbewertung jeder Custom-Extension, Konfigurationsdokumentation, Einschätzung offener technischer Schulden, realistischer Einarbeitungsaufwand für einen neuen Partner.
Ich habe keinen Grund, etwas größer oder kleiner darzustellen als es ist — ich werde nicht euer nächster Partner. Das Ergebnis ist neutral.
Für jede Custom-Extension: Was macht sie, ist der Code nach aktuellen AL-Standards geschrieben, gibt es ObsoleteTag-Warnungen, ist sie für die nächste Release Wave stabil? Was müsste ein neuer Entwickler wissen, um sie zu warten?
Ich kläre euren Lizenzstatus — SaaS, On-Premises, CSP — und erkläre euch welche Fristen und Bedingungen beim Wechsel relevant sind. Kein juristisches Gutachten, aber eine klare technische und vertragliche Einschätzung.
Ich bereite die technische Übergabe an den neuen Partner vor und stehe in der Einarbeitungsphase als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn technische Rückfragen entstehen.
Ein vorgelagerter Systemcheck lohnt sich, wenn:
Wechselkosten transparent gemacht — bevor sie anfallen
Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Münsterland wechselt seinen BC-Partner nach einer Übernahme durch eine bundesweite Systemhaus-Gruppe. Der neue Partner wurde ausgewählt, der Vertrag liegt vor. Im ersten Gespräch fragt der neue Partner: Welche Anpassungen gibt es? Was ist davon dokumentiert?
Die Antwort: vier Custom-Extensions, keine aktuelle Dokumentation, der Entwickler beim alten Partner hat die Firma gewechselt.
Ein zweitägiger Systemcheck vor dem offiziellen Wechsel liefert: vollständige Extension-Liste mit Funktionsbeschreibung, eine Code-Qualitätsbewertung (zwei Extensions sauber, eine mit mehreren veralteten Referenzen, eine mit grundlegendem Architekturproblem), eine Konfigurationsdokumentation und eine realistische Einschätzung des Einarbeitungsaufwands für den neuen Partner.
Das direkte Ergebnis: Der neue Partner konnte sein erstes Angebot konkret kalkulieren statt mit einem Puffer für unbekannte Risiken. Die problematische Extension wurde im ersten Monat gemeinsam saniert — statt erst ein halbes Jahr später beim nächsten Update zu crashen. Keine Überraschungen, keine ungeplanten Nachkostengespräche.
Was passiert in NRW, wenn ein kleiner BC-Partner aufhört oder fusioniert wird?
In NRW gibt es viele Ein- bis Fünf-Personen-BC-Partner die Unternehmen über Jahre betreut haben. Wenn ein solcher Partner aufhört — durch Ruhestand, Unternehmensaufgabe oder Übernahme — verliert das Kundensystem oft abrupt seinen Hauptwissensträger. In solchen Situationen ist ein strukturierter Systemcheck besonders wertvoll, weil das Wissen über das System sonst nirgendwo mehr dokumentiert ist.
Als Freelancer bist du nicht der neue Partner — was hast du davon?
Einen klar abgegrenzten Auftrag, projektbasiert bezahlt, ohne Interessenkonflikt. Ich biete keine laufenden Wartungsverträge an. Mein Anreiz ist, euch eine ehrliche Einschätzung zu liefern — nicht, das System schlechtzureden damit ihr mich als Dauerpartner engagiert.
Brauchen wir die Mitwirkung des alten Partners für den Check?
Nein. Für BC SaaS reicht ein Admin-Zugang, den das Unternehmen selbst vergeben kann. Für On-Premises brauche ich einen Zugang der bei eurer IT liegt. Ich erkläre euch genau, was ich brauche — in den meisten Fällen ohne Mitwirkung des alten Partners.
Was kostet ein Systemcheck konkret?
Das hängt von der Systemkomplexität ab — Anzahl der Extensions, Alter der Konfiguration, Umfang der Customizings. Ich mache einen klaren Festpreis auf Basis einer kurzen Erstbeschreibung. Keine Überraschungen im Nachgang.
Wechsel geplant oder gezwungen — ich schaue mir euer System zuerst an.
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Über mich
Freiberuflicher BC-Entwickler und Consultant aus Bochum. Ich arbeite direkt mit eurem Fachbereich — ohne Agentur-Overhead, ohne Account-Staffelung. Remote und vor Ort in NRW verfügbar.
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