Filip Jacobi, freiberuflicher Business Central Entwickler← Zur Startseite

Business Central XRechnung ZUGFeRD

Business Central XRechnung ZUGFeRD

E-Rechnungspflicht rechtzeitig umsetzen

Business Central XRechnung & ZUGFeRD korrekt konfigurieren: E-Rechnungspflicht B2B ab 2025/2027 einhalten. Freelancer ohne Overhead — direkte Umsetzung.

Die E-Rechnungspflicht ist keine Option — BC kann das, aber nur wenn es richtig eingerichtet ist

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle deutschen Unternehmen in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen. Ab dem 1. Januar 2027 gilt die Sendepflicht: Jedes B2B-Unternehmen mit Sitz in Deutschland muss E-Rechnungen in einem strukturierten Format versenden. Das ist keine freiwillige Digitalisierungsmaßnahme — es ist gesetzliche Anforderung, verankert im Wachstumschancengesetz.

Was passiert bei Nichteinhaltung? Rechnungen, die nicht dem Standard entsprechen, gelten umsatzsteuerrechtlich als nicht ordnungsgemäß ausgestellt. Das gefährdet den Vorsteuerabzug beim Empfänger und kann zu steuerlichen Nachforderungen führen. Geschäftspartner können ab 2027 rechtmäßig die Zahlung verweigern, bis eine konforme Rechnung vorliegt. Kein Papierprozess, kein PDF-Anhang ohne strukturierten Datenteil — das reicht dann nicht mehr.

Business Central unterstützt XRechnung und ZUGFeRD nativ. Die Unterstützung ist in der Standardinstallation angelegt, aber sie ist nicht automatisch einsatzbereit. Buchungsgruppen müssen konfiguriert, Leitweg-IDs gepflegt, Testübertragungen gegen reale Empfänger-Infrastruktur durchgeführt werden. Wer das übersieht, stellt fest, dass die erste produktive E-Rechnung mit einem Validierungsfehler zurückkommt — und dann unter Zeitdruck nacharbeitet.

Was ich anbiete

Analyse des aktuellen BC-Setups

Bevor etwas konfiguriert wird, schaue ich mir euer BC-System an: Welche Version läuft? Ist die E-Rechnungs-Extension aktiv? Welche Dokumententypen sind betroffen — nur ausgehende Rechnungen, oder auch Gutschriften, Selbstabrechnungen? Welche Geschäftspartner haben bereits Empfangspflicht, welche kommen 2027 dazu?

Das Ergebnis ist ein konkreter Umsetzungsplan — nicht eine generische Checkliste, sondern eine auf eure BC-Konfiguration zugeschnittene Lückenanalyse.

Konfiguration von XRechnung und ZUGFeRD

XRechnung und ZUGFeRD sind zwei unterschiedliche Formate mit unterschiedlichen Einsatzzwecken — beide sind zulässig, aber nicht identisch.

XRechnung ist ein reines XML-Format. Kein sichtbares Dokument, keine eingebettete PDF — nur strukturierte maschinenlesbare Daten. Es ist das bevorzugte Format für die öffentliche Verwaltung (B2G) und zunehmend für große B2B-Empfänger mit automatisierten Eingangsrechnungsprozessen. In BC wird XRechnung als XML-Datei exportiert und muss über den passenden Dokumententyp-Code und die korrekte Rechnungsempfänger-Identifikation (Leitweg-ID) ausgewiesen werden.

ZUGFeRD ist ein hybrides Format: ein lesbares PDF mit eingebettetem XML. Der Mensch sieht eine normale Rechnung, die Maschine liest die strukturierten Daten aus dem XML-Anhang. Vorteil: Das gleiche Dokument kann von Geschäftspartnern ohne automatisierte Verarbeitung problemlos gelesen und von Systemen mit Verarbeitung automatisch importiert werden. In BC erfolgt die ZUGFeRD-Ausgabe über den Report-Layout-Mechanismus mit eingebettetem XML-Payload.

PEPPOL ist das europäische Netzwerkprotokoll für den strukturierten Austausch. Während XRechnung und ZUGFeRD Formate sind, ist PEPPOL ein Übertragungsweg — ein Netzwerk akkreditierter Access Points. Für grenzüberschreitende B2B-Rechnungen und öffentliche Auftraggeber in mehreren EU-Ländern ist PEPPOL relevant. Die Konfiguration in BC erfordert einen registrierten PEPPOL Access Point und die entsprechende Verbindungskonfiguration.

Ich konfiguriere das jeweils passende Format für euren Anwendungsfall — oder mehrere Formate parallel, wenn ihr Empfänger mit unterschiedlichen Anforderungen bedient.

Stammdatenpflege und Leitweg-ID

XRechnung erfordert für öffentliche Auftraggeber zwingend eine Leitweg-ID — die eindeutige Empfänger-Identifikation. Fehlt sie, wird die Rechnung vom Empfängersystem abgewiesen. Ich konfiguriere die notwendigen Felder in den Debitorenstammdaten und stelle sicher, dass die Leitweg-ID korrekt in den generierten XML-Datensatz übernommen wird.

Validierung und Testübertragungen

Eine E-Rechnung ist erst dann einsatzbereit, wenn sie einen Validator ohne Fehler durchläuft. Ich teste euer Setup gegen den KoSIT-Validator (offizielle Validierungskomponente für XRechnung) und führe bei Bedarf Testübertragungen über PEPPOL-Testumgebungen durch. Erst dann ist sicher, dass produktive Rechnungen beim Empfänger ankommen und verarbeitet werden können.

Mitarbeitereinweisung

Die technische Konfiguration nützt nichts, wenn der Prozess in der Buchhaltung unklar bleibt. Ich weise die betroffenen Mitarbeiter direkt in BC ein: Wie wird eine E-Rechnung ausgestellt? Was ist zu tun, wenn eine Übertragung fehlschlägt? Welche Felder müssen bei neuen Geschäftspartnern gepflegt werden?

Für wen ist das relevant?

Ihr braucht Unterstützung bei XRechnung und ZUGFeRD in Business Central, wenn ihr:

Praxisbeispiel

Ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen mit 40 aktiven Debitoren stellt fest, dass drei Großkunden ab sofort nur noch XRechnungen mit Leitweg-ID akzeptieren. Das BC-System hat die E-Rechnungs-Extension installiert — aber nie konfiguriert. Die erste manuell exportierte XML-Datei liefert beim KoSIT-Validator 14 Fehler: fehlende Pflichtfelder, falsche Namespace-Angaben, keine Leitweg-ID.

Die Umsetzung dauert vier Arbeitstage: Analyse des bestehenden Setups, Konfiguration der Buchungsgruppen und Dokumentenprofile, Stammdatenpflege für die drei betroffenen Debitoren, Validierungstest, Abnahme. Die nächste Rechnung an den ersten Großkunden läuft ohne Fehler durch. Die Compliance-Deadline wurde eingehalten — drei Wochen bevor der Zahlungseingang aus der ersten korrekten E-Rechnung fällig wird.

Das ist der entscheidende Punkt: Validierungsfehler bei XRechnungen bedeuten im Regelfall Zahlungsverzögerung. Der Empfänger kann die Rechnung zurückweisen. Das wird zur Liquiditätsfrage, wenn mehrere Großkunden betroffen sind.

Häufige Fragen

Reicht ein normales PDF als E-Rechnung ab 2027 noch aus?

Nein. Ab dem 1. Januar 2027 müssen ausgehende B2B-Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt werden — XRechnung oder ZUGFeRD. Ein einfaches PDF ohne eingebettetes strukturiertes XML ist dann nicht mehr ausreichend. Das gilt für alle deutschen Unternehmen, die B2B-Umsätze haben, unabhängig von der Größe.

Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD — welches Format soll ich nutzen?

XRechnung ist reines XML — maschinenlesbar, aber nicht für Menschen. ZUGFeRD ist ein PDF mit eingebettetem XML — les- und maschinenlesbar zugleich. Für öffentliche Auftraggeber ist XRechnung oft vorgeschrieben. Für B2B-Empfänger ohne automatisierte Verarbeitungssysteme ist ZUGFeRD praktischer, weil das PDF wie gewohnt gelesen werden kann. Viele Unternehmen nutzen ZUGFeRD als Standard und XRechnung zusätzlich für öffentliche Auftraggeber.

Funktioniert E-Rechnung in Business Central out of the box?

Die Extension ist in BC enthalten, aber sie ist nicht out-of-the-box konfiguriert. Buchungsgruppen, Dokumentenprofile, Debitorenstammdaten und bei PEPPOL die Access-Point-Verbindung müssen eingerichtet werden. Ein frisches System ohne Konfiguration produziert bei der ersten Exportversuchen Fehler.

Wir haben bereits eine E-Rechnungs-Lösung über ein Add-on — müssen wir trotzdem etwas tun?

Kommt auf das Add-on an. Einige Drittanbieter-Add-ons für ältere NAV- oder BC-Versionen unterstützen nicht alle aktuellen XRechnung-Versionen (derzeit 3.0.x) oder ZUGFeRD-Profile korrekt. Ich prüfe, ob euer bestehendes Setup die aktuellen Validierungsanforderungen erfüllt — auch wenn die Extension nicht von mir stammt.


Compliance-Deadline nicht verpassen — ich schaue mir euer Setup an.

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Weitere Themen: Business Central Implementierung · BC Lizenzberatung

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Über mich

Filip JacobiBusiness Central Solution Architect

Freiberuflicher BC-Entwickler und Consultant aus Bochum. Ich arbeite direkt mit eurem Fachbereich — ohne Agentur-Overhead, ohne Account-Staffelung. Remote und vor Ort in NRW verfügbar.

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